Mieten oder Kaufen? Der 3-Schritte-Schnelltest für deine Traumimmobilie
Wer heute darüber nachdenkt, eine Immobilie zu kaufen, stolpert unweigerlich über eine Flut an Rechnern im Netz. Das Problem? Die meisten verlangen von dir ein abgeschlossenes BWL-Studium. Du sollst Notarkosten, Grundbuchgebühren, Inflation, Wertsteigerungen und Instandhaltungsrücklagen auf die Nachkommastelle genau prognostizieren.
Das Resultat: Verwirrung pur.
Dabei lässt sich die grundlegende Entscheidung – ob sich der Kauf in der aktuellen Zinslage finanziell überhaupt lohnt oder ob der Aktienmarkt die klügere Wahl ist – auf eine simple Daumenregel herunterbrechen. Willkommen beim radikal vereinfachten 3-Schritt-Rechner. Wir brauchen keine 50 Variablen. Wir brauchen nur deine aktuelle Warmmiete, dein verfügbares Eigenkapital und den Kaufpreis deiner Wunschimmobilie. Finde in 10 Sekunden heraus, ob der Hauskauf ein No-Brainer ist oder ob du mit einem ETF-Sparplan am Ende Millionen schwerer wärst.

Mach jetzt den Schnell-Check:
Mieterland Deutschland: Warum wir das europäische Schlusslicht sind
Fazit: Warum das Mieten in Deutschland wirtschaftlich (leider) oft Sinn ergibt
Quellenangaben:
Um die Komplexität zu reduzieren, greift unser Tool auf etablierte finanzmathematische Daumenregeln zurück:
- Statistiken Eigenheimquote: Statistisches Bundesamt (Destatis) und Eurostat (Vergleich der EU-Mitgliedstaaten).
- Kaufnebenkosten: Pauschal mit 10 % des Kaufpreises kalkuliert (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, evtl. anteilige Maklerkosten).
- Finanzierung: Angenommen wird ein durchschnittlicher, aktueller Bauzins von 3,8 % p.a. sowie eine empfohlene anfängliche Tilgungsrate von 2 % p.a.
- Instandhaltung: Auch Eigentum kostet Miete. Wir kalkulieren mit einer realistischen Instandhaltungsrücklage von 1,5 % des Kaufpreises pro Jahr für Reparaturen und Modernisierungen.
- Das ETF-Szenario (Opportunitätskosten): Weltweite Aktien-ETFs (wie der MSCI World) haben historisch über Zeiträume von 15+ Jahren eine durchschnittliche Rendite von rund 7 % p.a. (nach Inflation) erwirtschaftet. Diese Durchschnittsrendite bildet die Basis für den Vergleich gegenüber der oft geringeren reinen Wertsteigerung von Immobilien (historisch ca. 1,5 % bis 2 % p.a. nach Inflation).
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